Was bezahle ich als Freiberufler für Steuern?
Als Freiberufler musst du verschiedene Steuern zahlen. Damit du nicht den Überblick verlierst, hier eine Aufschlüsselung der wichtigsten Steuerarten und was sie für dein Nettoeinkommen bedeuten.
Einkommensteuer
Die Einkommensteuer ist die wichtigste Steuer für Freiberufler. Sie wird auf deinen Gewinn (Einnahmen minus Betriebsausgaben) erhoben. Der Steuersatz ist progressiv:
- Bis 12.096 €: 0 % (Grundfreibetrag 2026)
- 12.097 – 68.480 €: 14 – 42 % (progressiver Anstieg)
- 68.481 – 277.826 €: 42 % (Spitzensteuersatz)
- Ab 277.827 €: 45 % (Reichensteuersatz)
Umsatzsteuer
Als umsatzsteuerpflichtiger Freiberufler schlägst du 19 % (oder 7 % für bestimmte Leistungen) auf deine Rechnungen auf und führst diese an das Finanzamt ab. Im Gegenzug ziehst du die Vorsteuer aus Betriebsausgaben ab. Bei der Kleinunternehmerregelung entfällt die Umsatzsteuer.
Solidaritätszuschlag
Der Soli beträgt 5,5 % der Einkommensteuer, wird aber erst ab einer Einkommensteuer von ca. 18.130 € (Alleinstehende) fällig. Die meisten Freiberufler mit niedrigem bis mittlerem Einkommen zahlen keinen Soli mehr.
Gewerbesteuer
Gute Nachricht: Als Freiberufler bist du von der Gewerbesteuer befreit! Das ist ein echter Vorteil gegenüber Gewerbetreibenden.
Faustregel: Lege etwa 30-40 % deiner Einnahmen für Steuern und Sozialabgaben zurück. So bist du auf der sicheren Seite, wenn die Steuererklärung fällig wird.